Die Decken von Reguengos de Monsaraz: von einer Region für die ganze Welt

Die Decken von Reguengos de Monsaraz: von einer Region für die ganze Welt

Die Arbeit, die von Mizette Nielsen in der Wollverarbeitungsfabrik im Alentejo, in Reguengos de Monsaraz, ausgeführt wird, dient nicht nur dazu, dieses Kulturerbe der Decken aus dem Alentejo zu bewahren, sondern auch eine neue Sichtweise auf diese so reiche Tradition zu geben.

Als die Decken durch Federbetten, Bekleidung und andere Arten von Produkten ersetzt wurden, sah Mizette bei den Teppichen eine Chance, die Arbeit, die sie bis zu diesem Zeitpunkt gemacht hat, fortzusetzen. Das neue Leben der Decken entstand hier mit den Teppichen, die nach und nach die Fußböden und die Wände vieler Häuser aus dem Alentejo und später die der großen Hotels mit Farbe erfüllten. Die Beziehung zum Hotelgewerbe ist gewachsen und wurde sehr wichtig. Diese Phase führte zu neuen Aufträgen und Kreationen, wie Sitzsäcken und Kissen für die Herdade do Esporão, das Resort L’and Vineyards und das Hotel São Lourenço do Barrocal, unter anderem.
Mit der Projektion, die das Hotelgewerbe gab, stiegen auch die privaten Aufträge und der Weg vom Alentejo bis zur weiten Welt dauerte dann auch nicht mehr lange. Diese Reise, die immer noch weiter geht, begann mit einem ersten Kontakt – einer der wichtigsten – zum japanischen Designer Kenzo Takada, der sich in die Farben, Muster und vor allem in die Kunst des Handwerks der Decken aus dem Alentejo verliebte. Kenzo ist schnell nach Portugal gereist, um die Fabrik, Mizette und ihre gesamte Arbeit kennenzulernen. Ab dann hörte das Telefon nicht mehr auf zu klingen – es folgten Bestellungen für Modeshows, Ausstellungen und Hotels in Japan. Die Besuche wurden häufiger und die Decken waren ein bisschen überall. Danach kam Senegal, die Vereingte Staaten, die Schweiz und viel andere Länder hinzu, die sowohl für berufliche als auch für private Zwecke die Entfernung von Reguengos de Monsaraz und vom Alentejo zur restlichen Welt verkürzten.
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“Mizette
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Zurzeit mitten in der Produktion von Westen für einen indischen Erzeuger sagt Mizette: “Es ist sehr gut, dies zu machen. Es ist sehr spaßig, eine Sache mit so viel Jahren, Geschichte und Tradition in die Hand zu nehmen und etwas neues, modernes zu kreieren, das völlig unterschiedliche Menschen erreichen kann“. Ein anderes Beispiel ist der Wiederaufbau des Hotels Casa Mãe, in Lagos, durch eine Gruppe von Ausländern, mit der die Fabrik jetzt mit Decken und Teppichen in blauen, grünen und weißen Tönen, „genau die Farbtöne der Algarve“, zusammenarbeitet.
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“Westen

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Diese Tradition, obwohl sie außerhalb ihrer Region neue Orte gefunden hat, ist weiterhin sehr mit ihrer Geschichte und Persönlichkeit verbunden. Im Alentejo ist sie Bestandteil des Kulturerbes und von Projekten, wie das neue Design des Capota Alentejana (Übermantel aus dem Alentejo) oder die Anwendung auf Sättel, lassen die Erinnerung aufleben, die fast vergessen war.

Mit der Präsentation von andersartigen Angeboten, neuen Mustern und Kreationen, mit neuen Linien und immer mit derselben Merinoschafswolle, führt uns diese Erinnerung zu der Gegenwart, ohne eine so wichtige Geschichte zu vergessen. In einer neuen Form ist das das neue Leben der Decken aus dem Alentejo. Tradition und Innovation miteinander verbunden, die wir auf dem Weinetikett des Monte Velho 2015 ehren.